Alltagsübung – Das Selbstmitgefühlsmantra 2 Kommentare


All unser Leiden entsteht in letzter Konsequenz daraus, dass wir vor den Grenzen und Schmerzen des Lebens flüchten. Meditation lehrt uns, ganz mit dem zu sein, was ist. Das Selbstmitgefühls-Mantra hilft uns, diese Fähigkeit in den Alltag mitzunehmen. Zugleich zeigt es uns, wie heilsam es ist, unserem Schmerz mit Freundlichkeit und Mitgefühl zu begegnen.

Übe zunächst im geschützten Rahmen deiner Matte oder deines Meditationsplatzes, indem du dich an einen Schmerz  erinnerst, den du erlitten hast oder gerade fühlst. Dann sprich in Gedanken die folgenden drei Sätze.

„Dies ist ein Augenblick des Schmerzes.“
„Schmerz ist untrennbar mit dem Leben verbunden“
„Möge ich meinem Schmerz mit Mitgefühl begegnen.“

Mit ein wenig Übung wirst du dich im Alltag an das Selbstmitgefühls-Mantra erinnern, wenn du emotionalen oder körperlichen Schmerz  erfährst. Beginne bei den kleinen Dingen – zum Beispiel wenn du den Bus versäumst oder wenn du enttäuscht bist, weil jemand ein Treffen absagt . Je mehr du dein Herz dem Schmerz öffnest, umso mehr kannst du auch die Daseinsfreude spüren und mit dem Schmerz anderer Wesen mitfühlen. 

Wenn dich das Mitgefühls-Mantra berührt, dann empfehle ich dir das Buch „Selbstmitgefühl“ von Kristin Neff, die dieses Mantra formuliert hat.


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2 Gedanken zu “Alltagsübung – Das Selbstmitgefühlsmantra

  • Anonymous

    Danke! – Gerade beim Zubettgehen fühle ich immer so eine Leere. Dann helfen mir die gesprochenen Worte des Videos und versöhnen mich mit der Gegenwart.

    • Gilda Autor des Beitrags

      Vielleicht gelingt es dir, die Empfindung der Leere für einen Augenblick freundlich zu beobachten. Wahrscheinlich wirst du bemerken, dass es keine starre Empfindung ist, sondern eine fließende, sich ständig verändernde Wahrnehmung. Zugleich gib dir Mitgefühl mit diesem Schmerz. Und wenn es zu viel wird, dann mache es wie bisher und fülle die Leere mit irgendetwas – einem Video oder einem Buch.
      Glaube mir, jede Empfindung, auch (oder gerade) eine schmerzhafte, kann ein Tor zu Freude und Mitgefühl sein, wenn es dir gelingt, sie mit offenem Herzen zu empfangen. Geh langsam und behutsam vor und nimm dir die Zeit, die du dafür brauchst.
      Alles Liebe,
      Gilda