Alltagsübung Nr. 20 – Willenskraft 2 Kommentare


All unsere „schlechten“ Gewohnheiten – wie zu viel zu essen, zu rauchen oder zu bequem zu sein, um regelmäßig Sport zu betreiben – resultieren in letzter Konsequenz aus unserer Angst vor Endlichkeit und Schmerz. Manche Menschen essen zum Beispiel zu viel, weil sie sich nach einem Schutzmantel sehnen. Andere, weil sie nicht akzeptieren wollen, dass Genuss ein Ende hat. Und wieder andere, weil sie Trost brauchen für den Schmerz des Lebens. Doch auch zu wenig zu essen kann eine Flucht vor der Unvollkommenheit des Lebens sein.

Anstelle eines weiteren Neujahrs-Vorsatzes empfehle ich dir für die erste Woche des neuen Jahres eine Übung, die dich lehrt, gedankliche, emotionale oder körperliche Widerstände mit freundlichem Interesse zu beobachten, statt vor ihnen zu flüchten. So findest du ganz von selbst zurück zu „gesunden“ Gewohnheiten und brauchst dich nicht mit guten Vorsätzen zu quälen.

Wann immer es dir einfällt, fasse den Entschluss, etwas zu tun, was du gerade nicht möchtest (oder etwas zu unterlassen, woran du festhältst) und setze es sofort in die Realität um. Du kannst zum Beispiel etwas erledigen, dass du schon lange vor dir herschiebst. Oder auf etwas verzichten, nach dem dir gerade der Sinn steht. Nimm unbeeindruckt den physischen oder psychischen Widerstand wahr, den es dabei zu überwinden gilt und freue dich an deiner Willenskraft.


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2 Gedanken zu “Alltagsübung Nr. 20 – Willenskraft

    • Gilda Autor des Beitrags

      Liebe Sonja, ja, es gibt das „Inner Joy“ Buch, in dem die Hintergründe und viele Übungen enthalten sind. Noch mehr Übungen findest du aber im Kartenset „Spielend Freude finden“, denn es enthält 44 Meditationen und nährende Übungen und 22 Alltagsübungen. Du findest eine Bestellmöglichkeit auf meiner Homepage unter „Buch und Karten bestellen“. Herzliche Grüße und viel Freude beim Praktizieren! Gilda