Atemübung Nr. 3 – Der Entspannungsatem


Die Übung der Woche ist dieses Mal wieder eine formale Praxis – also eine Übung, für die du dich einige Minuten aus dem Alltag zurückziehst. Es ist eine Atemübung (Pranayama), die uns hilft, loszulassen.  All unser Stress und all unser Leid resultieren in letzter Konsequenz aus unserer Angst vor den räumlichen und zeitlichen Grenzen der Existenz. Wir versuchen diesen Grenzen zu entkommen, indem wir uns am Denken festhalten. Aus diesem Grund haben die meisten Menschen einen flachen Atem, der nicht daraus resultiert, dass wir nicht einatmen können, sondern dass wir nicht ausatmen können, denn die Ausatmung entspricht dem Loslassen.  Die Übung des Entspannungsatems hilft uns, loszulassen und Freundschaft mit dem Leben und seinen Grenzen zu schließen.


Nimm eine aufrechte Sitzhaltung ein und beginne die Übung mit einigen Atemzügen Atembeobachtung. Beginne dann etwa im Sekundentakt zu zählen und verlängere dabei die Dauer der Ausatmung gegenüber der Einatmung, sodass du  2 Schläge einatmest und 4 Schläge ausatmest. Dann mache eine kurze Atempause von 2 Schlägen, bevor du die nächste Runde beginnst.  Führe die Übung für 10 Atemzüge fort (hebe nacheinander die Finger  der rechten und der linken Hand, dann brauchst du nicht mitzuzählen und kannst dich auf die Atmung konzentrieren). Dann kehre in deinen natürlichen Atemrhythmus zurück und spüre der Wirkung der Übung nach.


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