Formale Übung Nr. 19 – Die göttliche Stimme


In unserem Alltag handeln wir hauptsächlich, weil wir damit ein bestimmtes Ziel verfolgen. Wahres Handeln hat aber kein Ziel, sondern ist ein Handeln um des Handeln willens. Es folgt der inneren Führung und ist unabhängig vom Ergebnis. Dieses Handeln ist begleitet von der Daseinsfreude, der reinen Freude am Sein.

Um uns an dieses Handeln zu erinnern, stehen uns viele verschiedene Techniken zur Verfügung. Beim indonesische „Latihan“ beispielsweise lassen wir Bewegungen von innen entstehen; bei der Gehmeditation gehen wir, um zu gehen und nicht, um an ein Ziel zu gelangen. Bei der folgenden Übung von Osho lassen wir Worte entstehen, die uns nicht bekannt sind und die keinen Sinn ergeben. Diese Laute kommen aus dem uns wenig vertrauten Teil des Gehirns, der in frühester Kindheit aktiv war, beruhigen den Geist und lassen uns Frieden empfinden.


Komme in deine bevorzugte Meditationshaltung und fange an, unsinnige Laute von dir zu geben, zum Beispiel „la,la,la“. Versuche die Laute immer mehr von innen entstehen zu lassen, so dass du das Gefühl hast „gesprochen zu werden“.  Lasse die Worte in einem sanften Plauderton kommen. Nach ein paar Minuten beende die Übung und spüre noch für einige weitere Minuten im Sitzen oder in der Rückenlage nach. Wenn du ein wenig vertraut mit dieser Übung geworden bist, kannst du sie auch in unbeobachtete Momente des Alltags mitnehmen. ;)


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