Sich „er-innern“


Diese Woche möchte ich dir keine neue Übung, sondern einige Tipps für die Alltagspraxis mitgeben, denn die meisten von uns brauchen Unterstützung, um im Trubel des täglichen Lebens nicht auf die Praxis zu vergessen.


„Achtsamkeit ist nicht schwierig, schwierig ist nur, sich an sie zu erinnern“ 


Als kleine Erinnerungshilfen stehen dir folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Nutze eine Achtsamkeits-App auf dem Smartphone – zum Beispiel die „Glocke der Achtsamkeit“ für Android bzw. die „Mindfullness Bell“ für IOS – oder auch eine der Uhren oder Armbänder mit Vibrationsalarm, die dich in unregelmäßigen Abständen daran erinnern, innezuhalten und die aktuelle Übung auszuführen.

2. Wähle bestimmte Situationen, die dir als „Achtsamkeitsglocke“ dienen, zum Beispiel jede rote Ampel oder jedes Mal, wenn das Handy läutet oder du irgendwo warten musst.

3. Wähle eine Übung, dich besonders angesprochen hat und praktiziere sie jeden Abend unmittelbar vor dem Einschlafen, denn da ist der Geist besonders empfänglich. Außerdem führt der Geist die Übung bis zu einem bestimmten Grad im Unterbewusstsein weiter – du praktizierst also quasi im Schlaf ;).

Wenn du vertrauter mit den verschiedenen Übungen geworden bist und die Erfahrung machst, dass dich Frieden erfasst, während du praktizierst und du dich einfach zu Hause fühlst, dann wirst du keine Erinnerung mehr brauchen – du wirst dich immer öfter spontan erinnern. Es ist ähnlich, wie verliebt zu sein. Niemand muss dich zwingen, unzählige Male pro Tag an die/den Geliebte(n) zu denken – du kannst gar nicht anders. Und so ergeben sich während des Tages viele Gelegenheiten zu praktizieren – bis irgendwann dein gesamtes Leben zur Praxis wird.

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