Variante Übung Nr. 11 – Blickwinkel


Diese kleine Alltagsmeditation hilft uns, WAHR-zunehmen – also die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Im normalen Alltagsbewusstsein ist unsere Wahrnehmung meist verzerrt von unseren Vorstellungen, wie die Welt ist oder wie sie sein sollte. Dieses Festhalten an Vorstellungen und Idealen schenkt uns ein wenig Sicherheit und einen Hauch von Kontrolle. Es bewirkt aber, dass wir die Welt nicht mehr wahrnehmen, dass wir sie nicht mehr lieben können. Und das ist kein guter Deal. Mit der folgenden Alltagspraxis übst du, die Welt so zu sehen, wie sie ist.

Wann immer es dir einfällt, richte den Blick für jeweils ein paar Sekunden auf auf etwas in deinem Gesichtsfeld. Wähle nichts Bestimmtes, sondern schaue auf das, worauf dein Blick ganz von selbst fällt. Nutze hintereinander folgende drei Blickwinkel:

  • stark gesenkt
  • ein bis 2 Meter vor dir auf den Boden gerichtet
  • geradeaus gerichtet

Betrachte die jeweilige Sache oder das Lebewesen, ohne sie zu benennen, zu bewerten oder über ihre Funktion nachzudenken; lasse alles Wissen los, das du über sie/ihn/es zu haben glaubst und bleibe einen Moment beim „Nur Schauen“. Dann richte deine Aufmerksamkeit zurück in deinen Alltag.

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