Allroundübung – Die Stille wahrnehmen


Wer zu meditieren beginnt, wird meist beobachten können, dass es nur für ein paar Sekunden gelingt, bewusst zu bleiben, bevor man sich in irgendeinem Gedanken verliert. Dieses Übergewicht des Denkens resultiert – kurz gesagt – aus unserer Angst vor dem Tod. Unsere Gedanken sind wie eine Horde Affen, die wild durcheinander laufen, um den Tiger nicht sehen zu müssen, der direkt unter ihnen steht. Uns in Gedanken zu verlieren, rettet uns aber nicht vor dem Tiger und bewirkt zugleich, dass wir die Schönheit des Lebens nicht mehr wahrnehmen können.

Eine wunderbare Möglichkeit, um die innere Stille wiederzufinden, ist auf die äußere Stille zu hören. 

Wann immer es dir einfällt, halte inne und lausche auf die Stille. Die Stille, die gerade da ist oder die Stille hinter den Geräuschen. Wenn dir dies schwerfallen sollte, suche die Nähe eines Baumes. Lausche auf seine Stille, die er – unverhüllt von Gedanken – direkt zum Ausdruck bringt.

Sei freundlich zu dir selbst bei dieser Übung und hab Geduld. Die Stille wahrzunehmen, braucht Übung. Aber es wird dir mit Sicherheit gelingen, denn es ist nichts, was du erlernen musst, du musst dich einfach nur erinnern. Ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten, dass es lohnenswert ist, an dieser Übung dranzubleiben, denn sie bringt uns in Kontakt mit unserem wahren Wesen.

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