Übung: Mutig sein


All unser Leid, wie Stress, Isolation von anderen, Selbstkritik, Neid, Eifersucht oder Unzufriedenheit entstehen daraus, dass wir unangenehme Erfahrungen vermeiden und angenehme festhalten wollen. Die aktuelle Übung hilft uns, unsere Fluchtmuster zu durchbrechen. 

Wähle jeden Tag eine Sache, vor der du Angst hast oder die dir zumindest ein wenig unangenehm ist  (es muss kein Bungee-Sprung sein :). Vielleicht willst du für dich einstehen und offen deine Meinung sagen, du könntest auch jemandem helfen, dem du glaubst, nicht helfen zu können, einen Fehler zugeben oder dich von etwas trennen, woran du hängst. Bitte verstehe diese Übung nicht falsch. Es geht bei ihr nicht darum, sich abzuhärten, es geht im Gegenteil darum, sich den eigenen Ängsten zu öffnen; sie mit warmer Freundlichkeit zu betrachten und sich zugleich nicht von dem jeweiligen Vorhaben abhalten zu lassen.

Meine gestrige Challenge war ein Zahnarztbesuch, meine heutige für ein Recht einzustehen. Und ich werde mich gleich noch einer weiteren Angst stellen, indem ich meinem Sohn eine unangenehme Grenze setze. Wo da die Angst ist? Sie liegt in der Sorge, dass er mich dann weniger lieb hat. ;

What we need is "discomfort resilience". Pema Chödrön

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