Leid entsteht daraus, dass wir in Gewohnheitsmuster flüchten, um unangenehme Gefühle nicht fühlen zu müssen. Es gibt unzählige Übungen, die uns dabei unterstützen können, diese leidverursachende Lebensweise zu durchbrechen. Eine davon ist die „Selbstmitgefühlspause“ von Kristin Neff. Sie hilft uns dabei, uns unangenehmen Empfindungen zuzuwenden und sie sogar zu nutzen, um Mitgefühl und Freundlichkeit zu kultivieren. Unter der Beschreibung der Übung findest du ein kurzes Video, in dem ich dich durch die Übung führe.

Denke an eine Situation in deinem Leben, die schwierig ist und dir Stress bereitet, zum Beispiel ein gesundheitliches Problem, Spannungen in der Beziehung oder am Arbeitsplatz… Lege die Hände auf deinen Herzraum. Dann wähle aus den unten angeführten Sätzen für jeden Schritt einen Satz, der dich berührt und sprich ihn innerlich:

Schritt 1: Bewusstheit:

• „Dies ist ein Augenblick des Schmerzes“

• „Das tut weh“

• „Autsch“

Schritt 2: Verbundenheit:

• „Schmerz gehört zum Leben dazu“

• „So fühlt es sich an, wenn Menschen schwierige Zeiten durchleben“

• „Das ist geteiltes Menschsein“

• „Ich bin nicht alleine“

• „Anderen geht es ähnlich wie mir, wir alle erleben solche Dinge“

• „Menschen machen Fehler. Versagen gehört zum Menschsein dazu“

Schritt 3: Freundlichkeit:

• „Möge ich freundlich zu mir sein“

• „Möge ich meinem Schmerz mit Mitgefühl begegnen“

• „Möge ich mir geben, was ich brauche“

• „Möge ich für mich da sein“