10 Möglichkeiten, nicht zuzuhören


Ich bin kürzlich auf eine Liste gestoßen, die ich unbedingt mit euch teilen möchte, da sie mich einige Male so richtig zum Grinsen gebracht hat. Es sind 10 Möglichkeiten nicht zuzuhören. Ich glaube, die meisten von uns kennen jede einzelne Variante (ich in jedem Fall ;). 

1. Problemlösung anbieten: Dies ist die männliche Form des Nicht-Zuhörens, die aber auch wir Frauen wunderbar beherrschen. Zum Beispiel: „Na, da musst du halt…“

2. Analysieren/Diagnose stellen: Zum Beispiel: „Das ist sicher deshalb passiert, weil…“

3. Den Fokus auf sich lenken: Zum Beispiel: „Das kenne ich. Als ich das letzte Mal….“

4. Bemitleiden: Zum Beispiel: „Du Arme, und das obwohl….“

5. Positiv Denken: Eine scheinbar mitfühlende Variante des Nicht-Zuhörens, die aber ebenfalls keinen Raum dafür lässt, was wirklich ist. Zum Beispiel: „Sie hat es sicher nicht so gemeint…“

6. Verhör starten: Wenn wir unser Gegenüber mit Fragen bombardieren. Zum Beispiel: „Wie konnte das denn passieren? Warum war er denn überhaupt dort….“

7. Konspirieren: Wenn wir uns mit unserem Gesprächspartner auf ein Packl hauen und über die „anderen“ schimpfen. Zum Beispiel: „Das ist ja wirklich eine Gemeinheit, dass…“

8. Kritisieren/Korrigieren: Wenn wir unserem Gegenüber Schuld zuweisen und/oder lehrmeistern. Zum Beispiel: „Ich hab dir ja gesagt, dass das nicht gut ausgeht, wenn…“

9. Zumachen: Wenn ein Thema einen wunden Punkt in uns trifft und wir in eine Starre verfallen.

10. Den Köder schlucken: Wenn die Geschichte uns triggert und wir ganz in unsere eigene Story kippen.

Wenn du dich in einer dieser Möglichkeiten wiederfindest – wunderbar! Damit hast du den Schlüssel zur Veränderung in der Hand. Und wenn du das nächste Mal in einem Gespräch auf diese Art „nicht-zuhörst“, wird es dir auffallen. Wenn du dann auch noch Humor und Freundlichkeit dir selbst gegenüber bewahrst, kann daraus ein Gespräch entstehen, in dem du offen bist und wirklich zuhörst. Dies ist eines der größten Geschenke, die du einem anderen Menschen machen kannst. 

(Ich habe die Liste übersetzt und gekürzt aus dem POF – dem Path of Freedom, einem Programm für den Unterricht von Meditation im Strafvollzug übernommen)

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