Sicher, versorgt und verbunden


Heute habe ich eine einfache und geniale Übung für dich, die wirksam Stress reduziert.

Auf einer elementaren Ebene lassen sich viele unserer Ängste auf drei Grundängste zurückführen: Die Angst vor Unsicherheit, die Angst davor, dass unsere grundlegenden Bedürfnisse wie Hunger oder ein Dach über dem Kopf nicht erfüllt werden und die Angst vor Einsamkeit. 

Mit der folgenden Übung kannst du deinem Geist und Körper bewusst signalisieren, dass in diesem Augenblick alles gut ist. Beobachte, wie sich dies auf dein Stresslevel auswirkt…

Sobald du Stress spürst oder auch einfach nur, wenn du ein wenig Zeit hast, mache dir die drei folgenden Tatsachen bewusst. Versuche jede von ihnen für etwa 10 Sekunden wertzuschätzen und intensiv wahrzunehmen.

1. „Hier und in diesem Augenblick bin ich sicher.“

Falls Erinnerungen an Situationen auftauchen, in denen es nicht so war, gib ihnen kurz und freundlich Raum und dann erinnere dich daran, dass du hier und jetzt sicher bist. Vielleicht gelingt es dir, dieses Gefühl der Sicherheit mit der Einatmung in dein ganzes Wesen aufzunehmen. 

2. „Hier und jetzt sind meine grundlegenden Bedürfnisse erfüllt.“

Mache dir bewusst, dass du in diesem Augenblick ausreichend Essen, Wasser und ein warmes Zuhause hast. Finde Formulierungen, die für dich stimmig sind.

3. „Hier und jetzt bin ich verbunden.“

Mache dir bewusst, dass dich Wesen umgeben, denen du wichtig bist, dass du in einem sozialen Verbund aufgehoben bist – dass du eine Familie hast und/oder dass es Freunde/innen gibt, die dich begleiten, dass da Arbeitskolleg/innen sind, mit denen du dich gut verstehst oder dass es Haustiere gibt, die dein Leben teilen.

Schließe die Übung, indem du drei Atemzüge lang wiederholst: 

„Sicher, versorgt und verbunden“.

Je öfter du diese Übung machst, umso stärker ist ihre Wirkung. Experimentiere also immer wieder mit ihr: Im Auto, während Wartezeiten, beim Morgenkaffee, zum Abschluss deiner Meditation oder Yogaeinheit….

Übrigens: Eine positive Emotion müssen wir 12-20 Sekunden wahrnehmen, damit sie ins Langzeitgedächtnis geht, eine negative Emotion verankert sich sofort. ;)