CENTERLINE 2 Kommentare


Viele Übungen haben die Funktion, uns ganz in den Augenblick zu bringen. Vielleicht erinnert ihr euch an die Alltagsübung “Füße spüren” oder den “Bewussten Atemzug”? Ich habe euch im Lauf der letzten Jahre viele solcher Übungen weitergegeben. Nun habe ich eine weitere entdeckt, die ich gerne mit euch teilen möchte. Sie nennt sich “Centerline” und stammt von Oren Jay Sofer, dem Autor des Buches: “Say What You Mean: A Mindful Approach to Nonviolent Communication. 

Wann immer es dir im Laufe des Tages einfällt, bringe deine Aufmerksamkeit in deinen Oberkörper. Spüre hinein, ob du die die Linie erahnen kannst, die genau im Zentrum deines Oberkörpers verläuft. Vielleicht ist sie mit deiner Wirbelsäule identisch, vielleicht verläuft sie mehr in der Mitte zwischen der Vorderseite und Rückseite deines Körpers.

Zu Beginn kann es hilfreich sein, dich ein wenig zu bewegen, um diese Linie ausfindig zu machen. Schaukle sanft vor und zurück, und komme dann genau in der Mitte zur Ruhe. Dann bewege dich von Seite zu Seite und finde hier die Mitte. Zum Abschluss drehe deinen Körper ein klein wenig nach links und nach rechts – die Achse, um die du dich drehst, ist die Mittellinie, die wir suchen.

Komme nun zur Ruhe und halte deine Aufmerksamkeit für ein paar Atemzüge auf dieser Linie. Nimm wahr, wie du dich fühlst, wenn du dich über deine “Centerline” im Augenblick verankerst. Kehre im Laufe der nächsten Tage immer wieder zu Wahrnehmung dieser Linie zurück. Dies wird dir nicht nur helfen, ganz präsent zu sein, es wird deiner Wirbelsäule auch die Länge schenken, die sie braucht, um schmerzfrei und kraftvoll arbeiten zu können.


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2 Gedanken zu “CENTERLINE

  • Susi

    Tolle Übung. Diese Linie habe ich schon wahrgenommen bei der Yogapraxis. Es ist nach meinem Empfinden die Linie an der ich mich entlang nach oben entfaltet und nach unten erde. Schöne Sache, dieses Erspüren als Achtsamkeitsübung in den Alltag zu integrieren.

    • Gilda Autor des Beitrags

      Genau, Susi, da hast du durch die Yogapraxis natürlich einen Vorteil in der Wahrnehmung. ;)
      Und dieser Schritt, die Praxis ins Leben mitzunehmen, ich denke, genau darum geht es, denn die Meditation soll uns ja immer mehr INS Leben führen statt eine neue Trennung zu schaffen…